Augenblicke

Wo gehöre ich hin? Ein Teil von mir hängt immer noch an dir so das ich mich nicht trennen kann. Ich komme nicht los von dir. Ich komme so nicht weiter. Trete immer nur auf der Stelle. Drehe mich im Kreis. Gesichter verschwimmen. Stimmen zerschmelzen zu einem Wirrwarr. Kann keine erkennen. Kann keine herausfiltern. Erinnere mich nur noch schwach an dich. Ich wünschte ich könnte dich komplett vergessen. Der Wind ist deine Stimme die leise, unverständlich im Traum zu mir spricht. Ich wünschte ich könnte dich verstehen. Das Feuer das brennt erinnert mich schwach an deine Nähe. Nur es wärmt nicht mehr. Bin zu schwach um weiter zu machen, setze mich hin und schaue in die Wolken. Schicke meine Gedanken zu ihnen hinauf und hoffe sie tragen sie weit weg oder zumindest zu dir. Tränen rinnen mir über das Gesicht. Kalt und hart wie Eis. Meine Seele blutet. Jeder Tropfen schneidet weiter ihn sie hinein. Ich kotze mich aus in der Hoffnung all das los zu werden. Jedes mal kommen nur all diese Erinnerungen wieder ans Licht. Will sie weg wischen, verbrennen, ertränken... Ich erinnere mich an jedem Augenblick so als wäre es erst nur wenige Stunden her.

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Schatten

Ich sitze hier. Unfähig richtig was zu denken oder zu fühlen. Ich weiß nicht wer ich bin. Ich weiß nicht warum ich hier bin. Ich hab keine Ziele im Leben. Ich finde keine Aufgabe der ich nachgehen kann. Ich finde scheinbar keine sinnvolle Beschäftigung für mich. Andere haben ihr Hobby ein ganzes Leben. Ich vielleicht eine Woche oder nur ein paar Tage. Was ist an mir kaputt? Warum kann ich mich nie lange für etwas begeistern oder interessieren? Wieso bin ich so kaputt? Kann nicht klar denken. Versuche alles auf Papier zu bringen weil mich all das zerfrisst. Ich weiß nicht mal ob es bei dem was ich schreibe, fühle und/oder denke überhaupt einen sinnvollen Zusammenhang gibt. Aber muss das einfach mal los werden.


Ich schlafe normal. Ich wache müde auf. Fühle mich erschöpft und ausgelaugt. Ich frage mich warum das Leben so ein Kampf ist. Kämpfe ich um zu Leben oder um zu überleben? Vielleicht hab ich mich einfach mit allem überschätzt. Die Welt ist kalt und und ignorant. Ich komme mit zu viel Distanz zu anderen nicht klar. Aber auch nicht mit nähe. Ich bekomme Rückfälle, fange scheinbar Grundlos an zu heulen und verkrieche mich unter meinem geliebten Bett was in all den Jahren mein bester Freund wurde. Wenn ich so darüber nachdenke ist das echt arm und traurig. Sollte der Körper nicht dafür da sein damit eine Seele, ein Herz, Hirn und Verstand darin wohnen kann? Klar Hirn und Herz ist da... Aber wo ist all das andere? Wie finde ich was ich brauche? Wo finde ich die Dinge mit der ich diese kalte und leblose Hülle füllen kann?


Wir sind nur ein Schatten unserer selbst. Kaputte Scherben getränkt mit blindem Hass und schwarzem Blut. Irgendwann weichen all deine Gefühle. Jede Motivation und Lust zu Leben.

Keine freudige Erregung mehr. Jeder Gedanke ist ansengend. Atmen wird zur Qual. Alles gute und auch schlechte wird mehr und mehr von Ozean tiefen, dunklen Schmerzen eingenommen. Wo für das alles? Was soll das? Man kann nicht einfach so gehen. Oder doch? Wieso hab ich nicht mal mehr die Kraft dafür? Ich liege nur noch in meinem Bett. Da ist es warm und ich muss mich keinen hetzenden blicken aussetzen.


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